Naturraum Taubergießen

Diese einmalige Rheinauenlandschaft liegt an der französischen Grenze auf den Gemarkungen der Gemeinde Rheinhausen im Landkreis Emmendingen sowie der Gemeinden Rust und Kappel-Grafenhausen im Ortenaukreis. Seit 1979 steht das über 12 Kilometer lange und bis zu 2,5 Kilometer breite Gebiet unter Naturschutz und ist mit 1.680 Hektar eines der größten Schutzgebiete Baden-Württembergs.

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Der Name leitet sich aus den Eigenschaften der „Gießen“ ab, unterirdisch fließende Teile des Gewässers die eine direkte Verbindung zum Grundwasser haben. Wenn die Talsohle tief genug herunter reicht, treten sie, ähnlich Quellen, wieder an die Oberfläche. Als „taub“ wird das Wasser bezeichnet, weil es sehr nährstoffarm ist und dementsprechend einen geringen Fischbestand aufweist.

 

IMG_9302_Halbtrockenrasen im GschlederVor dem Rheinausbau wurde die Nährstoffarmut durch regelmäßige Überflutungen mit nährstoffreichem Rheinwasser und dem dazugehörigen Schlamm kompensiert, sodass viele Berufsfischer ihr Auskommen fanden.
Dieser vielfältige, vom Wasser geprägte Lebensraum, beheimatet zahlreiche gefährdete und vom Aussterben bedrohte Arten. Die schwer zugänglichen Auwälder sind von überregionaler Bedeutung für rastende und überwinternde Wasser- und Watvögel. Auf den eher trockenen Bereichen der Hochwasserdämme finden sich Magerrasen mit charakteristischen Tier- und Pflanzengesellschaften.

Heute werden in den traditionellen Fischernachen gewerblich veranstaltete Bootstouren für Interessierte angeboten. An den Hauptzugängen weisen Informationstafeln auf die weit verzweigten Wanderwege und Verhaltensregeln hin.

Besuchen Sie dieses einmalige Naturparadies!

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